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Deutscher Windhundzucht- und Rennverband e.V., Landesgruppe Weser-Ems

- Coursing-EM 2005 in Hoope -



Coursing-Europameisterschaft in Hoope
24./25. September 2005

Logo Coursing-EM 2005Als der WCW vor einigen Jahren gefragt wurde, ob wir uns vorstellen könnten, die Coursing-EM auszurichten, waren wir uns keineswegs sicher, ob wir dieser Anfrage zustimmen sollten. Schließlich sind wir immer noch ein relativ junger und kleiner Verein. Andererseits hat der WCW bereits einige namhafte Ereignisse ausgerichtet, so z.B. den ersten Deutschen Coursingsieger im Jahr 2000, das DWZRV-Jubiläumscoursing 2002 und die Barsoi-Jahresausstellung 2003.

So gaben wir schließlich dem DWZRV und der FCI unsere Zustimmung, und die Vorbereitungen konnten beginnen. Ein großer Vorteil für den WCW war dabei, dass man die Möglichkeit hatte, einige Europameisterschaften zu beobachten und von dort Anregungen für die eigene Ausrichtung mitzunehmen: So waren Mitglieder und Vorständler des WCW in Charmes, Monte Bondone und Hotton mit dabei und machten sich eifrig Notizen, was man übernehmen und was eventuell besser machen könnte.

Von Anfang an war jedoch klar, dass der WCW die mit der EM verbundene Arbeit nicht alleine würde bewältigen können. Doch kam uns zugute, dass bereits seit einigen Jahren eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Coursingvereinen aus Issum und Landstuhl besteht. So stellten Issum und Landstuhl während der EM Technik und Personal für den zweiten Parcours. Auch aus dem OWRV, aus den Niederlanden, der Schweiz sowie aus unserem direkten Nachbarverein, der Motorsportgemeinschaft Bremen-Nord, hatten freiwillige Helfer zugesagt.

Eröffnung Coursing-EM
Eröffnung der Coursing-EM durch Mitglieder des Heinkel-Roller-Clubs Bremen

Insgesamt 418 Hunde plus 66 Reservehunde waren gemeldet. Die Eröffnung am Freitagabend erfolgte durch Mitglieder des Heinkel-Clubs Bremen, die die Fahne der FCI und die Flaggen der 12 Teilnehmerländer auf liebevoll restaurierten Heinkel-Motorrollern aus den fünfziger Jahren auf das Gelände brachten.

Die beiden Parcoure waren recht unterschiedlich gestaltet: Während der WCW auf seinem angestammten, von Inseln nicht abgemähten hohen Grases durchsetzten vereinseigenen Coursinggelände einen etwa 1000 Meter langen, trickreich gesteckten Parcours aufgebaut hatte, waren in den zweiten Parcours sowohl eine Sandgrube als auch eine Wiese mit mittellangem Gras einbezogen. In der Sandgrube ging es einmal rund um einen See, und auf der Wiese war dann noch einmal eine große Runde zu bewältigen. Alles in allem ein Parcours, dessen Anforderungen vor allem in der Länge lagen – und in der Passage von der Sandgrube auf die Wiese! Denn die Sandgrube lag etliche Meter tiefer als die Wiese, und den Übergang zwischen den beiden Ebenen bildete eine eigens mit einer Planierraupe angelegte Rampe. Wenn ein Hund diese Passage verpasst hatte, erforderte es viel Aufmerksamkeit und Kombinationsvermögen, um nicht den Kontakt zum Hetzobjekt zu verlieren.

Parcours in der Sandgrube
Der anspruchsvolle Parcours in der Sandgrube

Nachdem es am Samstagmorgen einige Anlaufprobleme in der Sandgrube gegeben hatte, an denen vermutlich der feuchte Sand schuld war, konnten die Läufe aber an beiden Tagen vor Einbruch der Dunkelheit über die Bühne gebracht werden.

Barsois in der Sandgrube
Action bei den Läufen der Barsois in der Sandgrube

Aus der Landesgruppe Weser-Ems waren drei Hunde besonders erfolgreich: Bei den Irish Wolfhounds gingen beide Europasiegertitel an Hunde von Reinhard Engel aus Diepholz: Die Hündin X-Quisite Bansidhe of Lough Ree wurde mit 510 Punkten Europasiegerin, und der Rüde Cu-Rhana Ares mit 487 Punkten.

X-Quisite Bansidhe of Lough Ree und Cu-Rhana Ares
X-Quisite Bansidhe of Lough Ree und Cu-Rhana Ares (Bes. Reinhard Engel)

Bei den Deerhound-Hündinnen siegte Herria from Highlanders Yard im Besitz von Michael Kohlstedde aus Bremen mit 530 Punkten.

Herria from Highlanders Yard
Herria from Highlanders Yard (Bes. Michael Kohlstedde)

Als die EM am Sonntagabend mit dem Einholen der FCI-Fahne endete, fasste der Vorsitzende der CdL Martin Haas es treffend zusammen, als er feststellte, dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht perfekt sein könne, dass der WCW und die beteiligten Vereine aber der Perfektion schon recht nahe gekommen seien.

Tatsächlich hatten viele von uns nach dem Ende der Abschlusszeremonie eine regelrechte Gratulationstour zu absolvieren, indem sich Teilnehmer in zahlreichen Sprachen für die gelungene Veranstaltung bedankten.

Publikum vor der Siegerehrung
Spannung vor der Siegerehrung

Bedanken möchten wir uns auf diesem Wege noch einmal bei allen freiwilligen Helfern, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Die Fahne der FCI wurde der ungarischen Equipeleiterin Monika Orosz übergeben, um im Juni kommenden Jahres während der Bahn-Weltmeisterschaften in Rábapatona wieder gehisst zu werden. Doch einige WCW-Mitglieder sind bereits dabei, zu planen, wie man am besten auf dem Land-, See- oder Luftwege nach Mustiala in Finnland gelangt, wo am 1. und 2. Juli 2006 die nächsten Coursing-Europameisterschaften stattfinden.

Jan Scotland